Bürgermeister mit 25 – geht das ?
Mit 25 Jahren zum Bürgermeister gewählt werden ? Das geht, wie man in Weissach sieht !

Ostern1 2017


Daniel Töpfer, seit Herbst 2014 im Amt, erzählt beim diesjährigen Osterfrühstück der FrauenUnion von seinen Wahlkampferfahrungen wie Gespräche bei Vereinen, sich Vorstellen von Haustür zu Haustür, Teilnahme an Veranstaltungen und und und. Letztendlich hatte er im 2.Wahlgang dann eindeutig die Nase vorn. Interessiert hören die Damen zu als er über seine berufliche Laufbahn berichtet und darüber informiert, was in bewogen hat, als Bürgermeister gerade in Weissach zu kandidieren. Er  erläutert die Umstrukturierungen, die er als Bürgermeister vorgenommen hat. So wurde die Verwaltung von 7 auf 3 Ämter umgebaut, um effizienter arbeiten zu können. Klare Regeln, wer für was zuständig ist, wurden eingeführt. Bedingt dadurch drehte sich das Personalkarussell. Derzeit gehören die ca. 35 Weissacher Mitarbeiter/-innen zu den jüngsten Verwaltungen in Baden-Württemberg.
Er zeigt auch auf, welche Probleme es aufzuarbeiten galt und noch immer gilt. So gab es von Seiten der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) eine Mängelliste, nicht erst seit gestern, die nur minimal abgearbeitet war, als er das Amt antrat. Hier sind immer noch Korrekturen erforderlich. Seine Vorstellungen, was die Zukunft für Weissach bringen soll, können daher nur eingeschränkt angepackt werden. So kniet nicht nur er sich in die Arbeit, oft bis tief in die Nacht, auch seine Mitarbeiter haben viele Überstunden, um die Mängel abzustellen und Abläufe zu optimieren.  Und er verweist auch darauf, dass vieles, was es anzupacken galt, nicht hätte bearbeitet werden können, wenn nicht erfahrene, hochrangige Personen, die eigentlich ihre Rente/Pension hätten genießen können, mit angepackt hätten.
Das ein oder andere Thema, was in die Zukunft weist, wird aber schon umgesetzt. So werden alte Häuser aufgekauft, um irgendwann neue Quartiere entwickeln zu können. An Geld mangelt es der Kommune ja nicht. Das wiederum, so Töpfer, sei aber in der Vergangenheit auch problematisch gewesen, da man mit den vorhandenen Geldmitteln locker umgegangen sei und beispielsweise das Mahnwesen vernachlässigt hätte. Auch wurden Bauvorhaben oft teurer als ursprünglich geplant. So kostete die Sanierung der „Alten Strickfabrik“, in der die FrauenUnion ihr Osterfrühstück abhielt, statt ursprünglich geplanten 3 Mill. EUR am Ende 9,7 Mill. EUR. Für Daniel Töpfer gilt es Klarheit und Verbindlichkeit herzustellen, den Bürgern die notwendigen Änderungen zu vermitteln. Und er sagt: „Kontinuität ist erforderlich, um die Kommune nach vorne zu bringen. Ein ständiger Wechsel der Bürgermeister, so wie in der Vergangenheit, ist daher nicht förderlich.“ Eine Anwesende aus Weissach bescheinigte dem jungen CDU-Bürgermeister, dass er viel Kraft in diese Gemeinde stecke. Sie sieht die Entwicklung der Kommune auf einem guten Weg.
Und auch die Vorbehalte, die es auf Grund seines Alters gab, sind verklungen. So ist es mittlerweile selbstverständlich, dass er in Augenhöhe mit Porsche-Vertretern Themen bespricht.
Ein kurzweiliger Vormittag mit vielen Informationen. Die Vorsitzende Elke Staubach bedankte sich passend zur Osterzeit mit einem Schokoladenosterhasen in der FU-Farbe.

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Ostern2 2017

 

Elke Staubach