In der Gäublickhalle in Gebersheim konnte man am 23.09.2026 nicht nur die Theorie auffrischen sondern auch direkt an Puppen die Herzdruckmassage üben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dabei auf der Leinwand verfolgen, ob die Druckmassage zu stark oder zu schwach ist. Angeleitet von Joachim Böttinger vom Verein wurde der Wechsel bei der Herzdruckmassage zwischen zwei aktiven Personen ebenso geübt wie der Einsatz mit dem Defibrillator und das Absetzen eines Notrufes.
Joachim Böttinger kann als Notfallsanitäter auf 43 Jahre Berufserfahrung zurückblicken und hatte daher viele Tipps parat. Bei der Laien-Reanimation, so Böttinger, liege Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern leider auf den hinteren Plätzen.
Der knapp 2-stündige Kurs vermittelte dann auch wichtige Schritte im Notfall - strukturiert und sofort anwendbar. Wie kann ich feststellen, ob die verunfallte Person noch atmet oder bereits bewusstlos ist? Ist eine Schnappatmung noch eine Atmung? Wie stoppe ich starke Blutungen? Was bedeutet Seitenlage? Böttinger verwies darauf, dass die ersten Minuten der Hilfe immens wichtig sind, um größere Schäden, z.B. Hirnschäden zu verhindern.
Jessica Kläber, die Vorsitzende der Frauen Union, appellierte an die Anwesenden nicht einfach zuzuschauen, sondern anzupacken, damit Leben gerettet wird. Dabei kann es auch nützlich sein zu delegieren. "Es macht wenig Sinn", so Jessica Kläber, "wenn alle gleichzeitig den Notruf absetzen." Böttinger zugleich berichtete von Betroffenen, die dank schneller Hilfe heute wieder normal leben können. Ohne sofortiges Eingreifen ist dagegen mit schweren Folgen zu rechnen.
Ein kurzweiliger, informativer Abend, der vielen Anwesenden auch die Angst nahm, etwas falsch zu machen. Der Verein bietet dieses Erste-Hilfe-Format gerne gemeinnützig in Zusammenarbeit mit Vereinen an, bei Interesse einfach per Mail an info@15-min-fuers-ueberleben.de wenden.




